Die Welt im Kleinen

1-Cent Euromünze als Makro

Ich liebäugle ja schon länger mit einem Makroobjektiv, aber da hier ein vierstelliger Eurobetrag fällig wird und ich ja noch in den Urlaub will dieses Jahr, habe ich mir zum testen mal Zwischenringe für 20 Euro bestellt. Eigentlich habe ich gar nicht so viel davon erwartet, schließlich tun die Zwischenringe nichts anderes, als den Abstand zwischen Objektiv und Sensor zu vergrößern – keine Linse, nur ein Metallrohr mit Luft dazwischen.

Allerdings lassen sich ganz spektakuläre Bilder damit erzielen. Der Abbildungsmaßstab ist derart hoch, dass selbst die Pixel des iPhone 4 (welche mit bloßem Auge nicht zu erkennen und selbst mit einer Lupe schwer auszumachen sind) mühelos sichtbar gemacht werden können.

Einziges Manko: Die Kamera kann nicht mit den vollelektronischen Objektiven „sprechen“ und demnach wird immer mit offener Blende (in meinem Fall 1:2,8) fotografiert. Dadurch verringert sich die Tiefenschärfe (also der effektiv scharfe Bereich) auf weniger als einen Millimeter. So gerade kann man den Cent gar nicht zur Bildebene ausrichten, das alles scharf wird.

Deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach einem alten, manuellen Objektiv mit Blendenring, welches auf das Canon-Bajonett passt. 50-80 mm, bevorzugt Festbrennweite wäre toll, falls jemand was sieht.

Anbei noch eine etwas größere Version und ein Bild vom Aufbau. Die nächste Version dann mit mehr Licht (das Bild ist mit ISO 1600 entstanden).

1-Cent Euromünze, fotografiert mit der Canon EOS 550d und Makro-Zwischenringen @ 70mm

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