Eine Nacht bei 0° im Iglu

Wer sich ein mal richtig mit der Natur verbunden fühlen möchte – aber bitte nur für eine Nacht – dem kann ich nur wärmstens kältestens ein Nacht auf 1.800 Meter mitten im menschenleeren Skigebiet in einem Iglu empfehlen.

Nach der Anreise per Gondel (in unserem Fall auf die Mittelstation des Titlis bei Engelberg) durften wir unsere Zimmer im Iglu beziehen. Hier finden pro Nacht 40 Personen eine Behausung mit Temperaturen um den Gefrierpunkt – kälter wird es nie, da die eigene Körperwärme und der gut isolierende Schnee/Eis das Innere der Behausung konstant bei „warmen“ 0° bis 1° Celsius hält, egal wie kalt es draußen wird.

Im Inneren sind die meterdicken Wände mit aufwändigen Schnitzereien und Fresken von Eiskünstlern verziert. Perfektioniert wird die märchenartige Kulisse durch glasklare Eisskulpturen – Thema in diesem Jahr war Asien.

Apropos märchenartig: beim klassisch schweizerische Abendessen – Käsefondue in mehreren Varianten – durften wir uns von „Merlitante“ (Märchenerzählerinnen) in eine andere Welt entführen lassen.

Trotz „warmen“ Temperaturen im Iglu-Inneren (draußen hatte es -10 Grad), kühlt der Körper schnell aus. Dagegenwirken kann man mit warmen Getränken (Schnäpse gehen auch ;-)) oder Bewegung. Eine geführte Schneeschuhwanderung bei Nacht, mitten in der stillen Bergkulisse war deshalb auch mein persönlicher Höhepunkt des Abends.

Nein, eigentlich war das beste die Übernachtung selbst. Nach Stunden in eisiger Kälte hilft auch kein dicker Pulli oder warmer Tee mehr, weshalb der Sprung in den heißen Jakuzzi gefolgt von Einkuschelung im Nordpol-Expiditionsschlafsack einen einmaligen Tag perfekt beendet.

Impressionen von unserem Ausflug.

Auf www.iglu-dorf.com werden diese speziellen Übernachtungen angeboten.

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